Blutregenalge - Haematococcus pluvialis

Die Blutregenalge ist bekannt für ihr eindrucksvolle Rotfärbung von Gewässern und der Besiedelung von unwirtlichen Lebensräumen: schnell austrocknende Pfützen, Gesteinsmulden, flache Schalen ect.. Der Flagellat veranschaulicht im mobilen Stadium den Geiselschlag, Phototaxis, Biokonvektion sowie den schnellen Übergang zu einem palmellaähnlichen Ruhezustand (Aplanosporen) mit der extremen Rotfärbung. Hervorgerufen wird diese Färbung durch das Carotinoid Astaxanthin (früher als Hämatochrom bezeichnet), welches der Alge als UV-Schutz dient.

Sie eignet sich hervorragend als Futter für diverse Ein- und Mehrzeller, zur Beobachtung von Geiselschlag, Phototaxis, Biokonvektion, Zellteilung, Übergang in den Ruhezustand.



Kulturanleitung

Kulturansatz nach dem Erhalt in ein geeignetes, sauberes (nicht mit Spülmittel gereinigtes) Kulturgefäß (z. Bsp. Erlenmeyerkolben 250ml oder Petrischale) überführen und mit „Algenkulturmedium D“ auffüllen. Mit einem Wattestopfen verschließen oder abdecken, um einen Gasaustausch zu ermöglichen und Verunreinigungen zu verhindern.

Die Kulturen muss hell bis sehr hell stehen (ggf. Beleuchtung mit einer Neonröhre / 14h Leuchtzeit pro Tag). Ein Temperaturbereich zwischen 20 und 25 Grad ist optimal.  Nur bei einer hohen und langen Beleuchtungsdauer bildet die Alge das Carotinoid Astaxanthin aus. Ist der Ansatz erfolgt so bildet sich bei guten Bedingungen innerhalb von 4-7 Tagen eine sehr dichte grüne Kultur. Je nach Beleuchtungsintensivität schlägt die Kultur nach 2-3 Wochen in ein noch mobiles Stadium mit orangener Färbung um. Danach folgt sehr schnell das Ruhestadium als Aplanospore. Die Kulturflüssigkeit sollte nun in eine Petrischale ohne Deckel umgefüllt werden und dann langsam eintrocknen.

Eine Kultur sollte einen vollständigen Zyklus durchlaufen: Ansatz aus einem eingetrockneten Palmella-Stadium > grünes Stadium > rotes Stadium > Eintrocknung. Eingetrocknet kann die Blutregenalge lange Zeit überdauern (lt. Literatur bis zu 5 Jahren). Es sollte immer aus dem eingetrockneten Ruhestadium wieder neu angesetzt werden.

 


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