Hydrodictyon, das Wassernetz, gehört zu den unbeweglichen, Kolonien bildenden Gattungen der Chlorophyceae. Jede Kolonie besteht aus vielen großen, zylindrischen Zellen (im Optimum erreichen sie eine Länge von 5–10 mm), welche zu einem langen Hohlzylinder (Schlauchnetz) zusammengelagert sind. Unter günstigen Bedingungen kommt es bei Hydrodictyon zu Massenentwicklungen in Teichen und Seen.
Interessant ist das Wassernetz aufgrund der zwei verschiedenen Entwicklungsgänge: der vegetative Zyklus (ungeschlechtliche Bildung von Tochterkolonien in den Zellen des Mutternetzes) und der generative Zyklus (Zygotenstadium).
Laut Literatur kann das Wassernetz als Futter für Süßwassergarnelen dienen.
Kulturanleitung
Gefäß: Erlenmeyerkolben (250 ml oder 500 ml)
Medium: Algenkulturmedium P
Verfahren: Ein Stück Wassernetz in das Kulturmedium überführen.
Standort: Hell (Ost- oder Westfenster), kurzzeitig auch direktes Sonnenlicht, ca. 18–22 °C. Im Winter Kunstlicht mit 12–14 Stunden Leuchtdauer pro Tag.
Neuansatz: Nach ca. 3–4 Wochen hat der Zellverband die maximale Größe erreicht und es bilden sich bei optimalen Bedingungen neue Zellverbände. Diese in neues Kulturmedium überführen.