Glasstrudelwurm

Mesostoma ehrenbergi: Wintereier / Dunkelfeld.

Kulturbehälter.

Anaphase aus einer Hodenzelle.
Der Glasstrudelwurm zählt zu den schönsten und größten einheimischen Turbellarien. Die gute Transparenz des Strudelwurmes ermöglicht schon am lebenden Objekt ohne mühevolle Präparation eine Einsicht in die flächig angeordneten Organe. Der Beutefang, das Paarungsspiel, die unterschiedliche Fortpflanzung durch Sommer- oder Wintereier sowie die einfache Haltung und Aufzucht machen Mesostoma ehrenbergi zu einem idealen Objekt für Schule, Studium und Forschung.
Das Foto zeigt ein adultes Tier mit Wintereiern (Dauereier). Diese werden nach dem Absterben des Tieres frei und hieraus schlüpfen nach einer mindestens viermonatigen Ruhephase neue Strudelwürmer. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Jungtiere in den Sommereiern (Subitaneiern) vollständig im Muttertier und verlassen dieses durch die Geschlechtsöffnung. Schon bei Jungtieren ist das blitzschnelle Fangen von lebenden Wasserflöhen eindrucksvoll zu beobachten.
Wenn die Turbellarien getrennt aufgezogen und bei Geschlechtsreife zusammengesetzt werden, ist das schöne Paarungsspiel zu verfolgen. Bei Quetschpräparaten von fixierten Strudelwürmern zeigen sich besonders in der Hodenregion sehr schöne Mitose- und Meiosestadien.
Kulturanleitung
Die gelieferten Eier in eine Petrischale mit „Volvic naturelle“ überführen. Bei 20–25 °C und einem dunklen Standort schlüpfen die Strudelwürmer innerhalb von 5–14 Tagen (abhängig von der Temperatur).
Die Strudelwürmer müssen ein- bis zweimal pro Woche mit lebenden Daphnien (keine japanischen Wasserflöhe) gefüttert werden. Einmal pro Woche werden die Tiere in frisches „Volvic naturelle“ überführt.
Nach 5–7 Wochen sterben die Alttiere ab und geben die gebildeten Dauereier frei, welche dann abgesaugt werden können.